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MOTORFLUG - ALLGEMEINES

Die Sparte der Motorflugzeuge habe ich hier mal etwas zusammengefaßt. Meine Definition ist da sehr simpel: Wenn der Antrieb bei deutlich mehr als der halben Gesamtflugzeit eingeschaltet ist und für Vortrieb sorgt, dann ist es ein Motormodell. Bei dieser Definition ist es egal, ob es sich um ein Modell mit Methanolmotor, Benzinmotor oder Elektromotor handelt. Auch ist es egal, ob der Schub durch einen Impeller oder einen Propeller erzeugt wird. Sollte ich mal in den Genuss eines Modelles mit Turbinenantrieb kommen, werde ich diesem Antrieb allerdings eine eigene Sparte widmen.

 

Motormodellflug mit Verbrennungsmotoren hat schon irgendwie seinen eigenen Flair. Sei es das markante Geräusch der Motoren oder deren "Duft", hervorgerufen durch das enthaltene Öl (gilt natürlich besonders für die Methanoler und dort nochmal ganz besonders für die Zeit, in der noch Rizinus als Schmiermittel verwendet wurde). Auch ist diese Art des Antriebes für viele Modelle vorbildgetreu, mal abgesehen von den modernen Antrieben durch eine Strahlturbine (welche natürlich auch Verbrennungsmotore sind). Lange Zeit war diese Art der Motorisierung auch die einzigste Möglichkeit, ein gutes Leistungs/Gewichts Verhältnis zu erzielen. Das hat sich mittlerweile durch den Einsatz neuester Akkutechnologie und der Konstruktion leistungsfähiger Elektromotore egalisiert. Mittlerweile kann man auch ein Elektromodell "überpowern", was vor Allem im Bereich des Kunstfluges durchgeführt wird (insbesondere für das Fliegen der neuen "3D-Figuren" wie das Hovern, die Powerrolle oder die Torque-Rolle).

 

Für den Einsteiger gibt es eine große Fülle an geeigneten Modellen auf dem Markt. Quasi jeder Modellflug-Verein hat so seine eigene Philosophie, wie das geeignete Anfängermodell auszusehen hat. Aufgrund dieser Vielfalt kann man über das ideale Modell für den Einstieg keine pauschale Aussage treffen. Ob Verbrennungs- oder Elektroantrieb ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks (abgesehen vom Fluggelände, welches man nutzen möchte. Hier gelten für Verbrenner andere Regeln als für den E-Antrieb. Auf manchen Modellflugplätzen ist nur E-Antrieb erlaubt). Für den Einstieg sind beide Antriebsarten geeignet. Auch die Größe des Modelles ist eher zweitrangig. Man kann mit Spannweiten um die 1,2 m genauso erfolgreich das Fliegen erlernen wie mit Motormodellen der 2-Meter-Klasse. Als Bauart besonders zu empfehlen sind Hochdecker mit einer V-Form der Fläche. Auch sollte die Steuerung über alle 3 Achsen (also Seitenruder, Höhenruder und Querruder) sowie der Motordrossel möglich sein. Ein reines 2-Achs Modell (also nur Seiten- und Höhenruder) ist zwar auch geeignet, allerdings wächst man dann auch sehr schnell raus und man kann mehr als sein Flieger. Um sich Enttäuschungen zu ersparen ist es ratsam, sich schon vor der Anschaffung an einen erfahrenen Modellbauer zu wenden, Dieser kann dann bei der Auswahl der Komponenten helfen, stellt und fliegt das Modell ein und hilft beim Flugtraining. Modellbauvereine sind in Deutschland breit gestreut und es findet sich sicher einer in der Nähe. Der Eintritt in den Verein ist meist nicht gleich notwendig, bietet aber auch weitere Vorzüge wie die Nutzung des Modellflugplatzes und eine entsprechende Versicherung. Auch das Fliegen von Modellflugzeugen muß erlernt werden und dazu braucht es nun mal auch einen Lehrer. Autodidakten bleiben hier vor Rückschlägen nicht verschont.

 

Mein Einstieg in den Motorflug war Angfang der 80er Jahre ein Modell mit dem Namen "Amateur" der Fa. Graupner. Befeuert mit einem 0,8 ccm COX-Motörchen und ausgerüstet mit einer 2-Kanal Fernsteuererung (Seite und Höhe, der Motor lief auf Vollgas, bis der Sprit ausging, was allerdings nach 3 min der Fall war) wurde das Teil von mir alleine auf der Wiese stehend in die Luft befördert. Natürlich hofte ich darauf, das Ding dahin zu steuern, wo ich es hin haben wollte. Nun ja, nach den besagten 3 min war erst einmal ein 20minütiger Fußmarsch mit anschließender 2-Stunden-Suche in einem Weizenfeld angesagt, um den Flieger zu bergen. Von einen gesteuerten Flug konnte nicht die Rede sein. Zum Glück war der Weizen hoch gewachsen und fing das im flachen Winkel sinkende Modell weich auf, so das es ohne Beschädigung blieb. Damals dachte ich noch, das man erst einem Modellflugverein beitreten konnte, wenn man das Fliegen bereits beherrscht ... ein teurer Irrtum ;-) Der Amateur hat dann auch nicht sehr viele Flüge überlebt. Wirklich Fliegen gelernt habe ich dann mit einem kleinen Elektro-Motorsegler, aber dazu gibt es dann im Bereich SEGELFLUG auf diesen Seiten mehr zu lesen.

 

Motormodelle hatte ich im Laufe der Zeit einige. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir ein Nurflügler "Geier-E" von Robbe, den ich "elektrifiziert" habe und der leider nach einer Landung im Rückenflug nicht mehr flugfähig war (Akku leer und zu tief zum umdrehen). Toll war auch eine kleine 2-mot "Icelander", eine Eigenkonstruktion eines befreundeten Modellfliegers. Ausgerüstet mit 2 Speed 400 Motore, Propeller von Günter Flugspiele und 8 Zellen Sanyo RC-1700 konnte man mit der 1,20m spannenden Balsaholz-Konstruktion, welche nur über Quer- und Höhenruder gesteuert wurde, pro Flug 12 Minuten lang eine Meneg Spaß haben. Das Modell ist nun über 10 Jahre alt und wird noch von einem Modellflugkamerad aus unserem Verein geflogen. Eine weitere 2-mot befindet sich noch in meinem Besitz. Es handelt sich um eine 2,10 m große Semiscale DC-3. Sie wartet im Moment auf eine für mich völlig untypische Umrüstung von Elektro- auf Verbrennerantrieb. Wenn ich damit starte, werde ich auf diesen Seiten unter dem Punkt SPEZIAL - > Helling berichten. 2 kleine Elektro-Speed Modelle haben mir auch mal viel Spaß gemacht, dies waren eine Race-Rat und die Mini-Viper, beide von der Firma Graupner. Im Moment fliege ich viel mit einem Shockflyer von Ikarus, ein Modell, welches ich zunächst nur belächelt habe, was aber eine totale Fehleinschätzung war. Ich hatte selten so viel Spaß mit einem Motormodell, was auch daran liegt, dass man mit dem Ding fast überall fliegen kann. Ein richtiger Feierabendflieger für jeden Tag. Ein Sportplatz oder Parkplatz reicht aus. Die Flugeigenschaften sind phantastisch und er eignet sich besonders gut zum Trainieren von Kunstflugfiguren jeglicher Art. Zur Zeit entsteht in meiner Werkstatt eine EXTRA 330S von KHK mit 2,12 Spannweite und ganz aus Holz. Ein toller Bausatz. Erste Eindrücke und der Baufortschritt ist im Bereich SPEZIAL unter "Helling" zu finden. In dieses Modell wird eine Benzinmotor ZDZ-50 eingebaut. Der Erstflug ist im Frühjahr 2005 geplant.

www.rcfliegen.de by Markus Heiland 2004